1991 von Johannes Hiemetsberger gegründet, zählt der Chorus sine nomine heute zu den führenden Vokalensembles Österreichs. Er ist Gast bei Festivals und Veranstaltern wie Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Styriarte, Osterklang Wien, Salzburger Festspiele „Pfingsten+Barock“, Brucknerfest Linz, Kammermusikfest Lockenhaus oder Musikfestival Grafenegg und tritt regelmässig in den Konzertreihen der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse) auf, mit welcher der Chor eine besondere Partnerschaft verbindet.
In den letzten Jahren konzertierte der Chorus sine nomine vermehrt auf internationalen Podien – u. a. im Rahmen des Ravenna Festivals, im Pariser Théâtre des Champs-Élysées, in der Londoner Barbican Hall sowie in der Münchner Philharmonie – und unternahm ausgedehnte a cappella Tourneen nach Asien (Philippinen, Taiwan) und in die USA. Im Oktober 2009 gastierte der Chorus sine nomine an der Seite der Wiener Akademie erstmals in Südamerika.
Zahlreiche erste Preise bei bedeutenden Chorwettbewerben (EBU-Wettbewerb „Let the Peoples Sing“, Chorbewerb Spittal an der Drau, „Florilège Vocal de Tours“) sowie CD-Produktionen dokumentieren Qualität und Stellenwert des Herzensanliegens des Chorus sine nomine: Die Pflege der a cappella Musik in ihrer gesamten Vielfalt.
Das Programm des Chorus sine nomine wäre nicht zu denken ohne eigens konzipierte Projekte und unkonventionelle Konzertformen wie CRY (2004), FROST (2007) oder HAPPY BIRTHDAY (2009) und Kompositionsaufträge an zeitgenössische österreichische Komponisten wie zuletzt an Wolfgang Sauseng („Johannespassion“, „Totentanz“).
Gemeinsam mit Dirigenten wie Jordi Savall, Kristjan Järvi, Martin Haselböck, HK Gruber, Gidon Kremer, Trevor Pinnock, Ulf Schirmer und Orchestern wie der Camerata Salzburg, den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem L’Orfeo Barockorchester und dem Ensemble Sarband unter Vladimir Ivanoff realisiert der Chorus sine nomine zudem Chor-Orchester-Programme von enormer stilistischer Vielfalt: von Emilio de Cavalieris „Rappresentatione di Anima e di Corpo“ über die großen Chorwerke Johann Sebastian Bachs bis zu Leonard Bernsteins „Mass“, von Kurt Weills „Mahagonny“ über Steve Reichs „Desert Music“ bis zum „Sonnengesang“ von Sofia Gubaidulina.